RAL Raten

„Was issn meine Farbe?“

Fahrzeuge, WoMos & WoWas haben ursprünglich keine RAL Nummern. Bei unserem Hymer WoMo steht der Fiat-Farbname auf einem Schild im Motorraum – und so ähnlich ist das bei allen Fahrzeugen, auch bei Wohnwagen und oft sogar bei den grösseren Anhängern. Einfach ins Handbuch schauen oder individuell mit der genauen Fahrzeugbezeichnung googeln: „Typenschild Farbe (mein Fahrzeug) …“

Hier ein bisschen mehr dazu:
https://www.autogenau.de/allgemeine-tipps/autoreparatur/so-man-die-farbnummer-vom-auto-ermitteln.html

Aber: dieser Farbname ist dann meistens rein herstellerspezifisch. Sicher kann man damit zum Lackierer gehen, eventuell sogar noch passenden Lack bestellen (gibt es auch in kleinen Mengen zB als Lackstift) – aber bei unseren Oldiefahrzeugen bekommt man das oft nicht mehr.

Darum ermittelt man gern die passende Standard RAL Farbnummer, damit man beim Nachlackieren (und späteren Ausbesserungen) auf der sicheren Seite ist.

Ran ans RAL

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Also haben wir uns im Baumarkt einen RAL Farbfächer ausgeliehen und so unsere Farben gefunden:

1015 Hell-Elfenbein ist unser Basiston (jüngere Modelle haben oft 9001 cremeweiss), die Hymer-Streifen entsprechen 8023 (Orangebraun, oben) und 8017 (Schokobraun, unten).

Der Vergleich mit der RAL Karte direkt am Fahrzeug ist wichtig, denn die Farbe altert über die Jahre individuell und entspricht sehr wahrscheinlich nicht mehr 1:1 dem Originalton.

Darum kann auch kein „Internetkumpel“ oder Facebook-Tipp die richtige Farbtonwahl garantieren, da muss man schon selbst genau schauen, und:

Keine Farbvergleiche am Monitor!

RAL Farben kann man selbstverständlich auch im Internet nachschlagen (zB bei https://www.ralfarbpalette.de).

Das dient einem ersten Überblick, genügt aber natürlich nicht, um damit Lack-Farben von echten Objekten zu vergleichen. Farben am Monitor, Handy oder Tablet werden vollkommen anders erzeugt und können je nach Einstellung und Umgebungslicht völlig anders aussehen.

Darum muss es der reale Vergleich mit dem Farbfächer o.ä. am Fahrzeug sein, am besten in einer relativ „neutralen“ Umgebung (keine volle Sonne/Schatten). Es geht nicht vom Handy oder Tablet aus.

Alternative: Lackierer – gut und (auch) günstig

Neben der schnellen „RAL“ Lösung sprechen mehrere Punkte dafür, sich einen guten Lackierer in der Umgebung zu suchen – denn die …

a) kennen sich richtig gut mit Farben aus (ach …) – klingt komisch, ist aber so. Das wird ganz gern bei der „Geiz ist Geil“ Mentaliät vergessen. Auch unser Budget ist sehr begrenzt – aber allein schon das gute Gespräch mit den Profis verhindert u.U. teure Folgefehler, sowohl in der KFZ Mechanik als auch beim Lack.

b) wissen eventuell auch bei nicht mehr vorhandenem Typenschild, was der Originalfarbton ist und wie er sich anmischen lässt

c) haben bestenfalls sogar Farbtonmessgeräte, mit denen sich die aktuelle, nachgealterte Farbe bestimmen und sogar anhand des Messergebnisses nachbestellen oder perfekt nachmischen lässt.

d) mischen einen richtig guten Lack, der oft nur wenig teurer als im Baumarkt ist und dafür fast immer das bessere Ergebnis bringt.

Mehr zum Farbmessverfahren hier:

http://www.oldtimer-sammlung.de/resto/lackfarbton_nachmischen/lackfarbton_nachmischen.htm

Fazit

Lackieren ist viel Arbeit. Die möchte man sich wirklich nicht so oft machen, darum sollte man die Möglichkeiten gut gegeneinander abwägen.

Viel Erfolg! fidelibus287

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