Heizungstipps – Baby, it’s cold outside …

Heizen! Bei dem Thema sind wir Mädels immer sofort am Start. Nichts ist schlimmer, als nachts zu frieren. Gut, ich persönlich bin ja eher Typ „nordisch by nature“ und kann Kälte vertragen, aber abends muss die Bude warm sein, es nutzt nix.

Das Problem: unsere Womo-Gasheizung, Original Truma 3002, hat aus Altersgründen kürzlich den Geist aufgegeben. Der Fidelibus hatte ja einige Zeit gestanden, und in dieser Zeit ist wohl der Zündautomat angerostet. Bei der letzten Gasprüfung zerfiel er dann fast mumienartig zu Staub … nein, so schlimm war es nicht … :o) …  Aber die zentrale Einheit der Heizung ist im Moment wirklich Schrott und muss erneuert werden.

Ich mache ja vieles selbst, aber GAS bestimmt nicht. Der Fachhändler hat 150 Euro geschätzt, und das muss hinter anderen Baustellen warten. Ausserdem denke ich, dass der Preis noch verhandelbar ist, wenn er gleich mehrere Sachen erledigt. Darum lieber sammeln und dann fair verhandeln ;o)

Gut, also im Moment keine Gasheizung. Weil wir aber auch im Winter fahren wollen, haben wir ganz einfach unseren kleinen Heizlüfter mit an Bord genommen. Der macht ruckzuck warm, und wir müssen wegen des Rollis sowieso immer „bestromte“ Plätze anfahren, d.h. wir bezahlen ja immer bereits unsere Strompauschale, also – so what? Dann können wir den Strom auch sinnvoll verbrauchen.

Wir haben es beim letzten Holland-Kurztrip getestet – mit der Option, sofort wieder nach Hause zu fahren, wenn es nicht anständig warm wird. Aber wir staunten nicht schlecht: der kleine Heizlüfter machte den Wagen blitzschnell richtig mollig warm. Also überhaupt kein Problem für weitere winterliche Ausflüge *daumenhoch

Auch meine Bedenken wegen der tobenden Hunde lösten sich in Luft auf: wir stellten das Gerät einfach auf die Küchenarbeitsplatte bzw. während des Essenmachens auf einen kleinen Hocker, den wir immer dabei haben. Wir hatten wegen der Fellnasen sogar überlegt, den Heizlüfter aufzuhängen – doch genau das geht wegen des Sicherungsstiftes nicht, aber dazu im Folgenden mehr.

Was gibt es und wie funktioniert das ?

Sehr gute, aber auch sehr technische Übersichten mit allen Details gibt es hier:

Das müsst Ihr aber nicht alles lesen *lach … wir haben das für Euch getan, hier die Zusammenfassung inkl. unserer Erfahrungen:

Welche Miniheizung fürs mobile Zuhause?

Normalerweise haben wir ja alle unsere Gasheizungen. Aber als „Plan B“ und zur Ausfallsicherheit lohnt sich ein Heizlüfter, am besten ein keramischer. Sie sind günstig, leicht, klein und machen richtig schön warm.

Alternativen: nicht uninteressant, aber für einen ganz anderen Bedarf gedacht, sind auch Infrarotheizungen / „Flach-Radiatoren“, wie man sie z.B. in kleinen Bädern oder Ferienwohnungen benutzt. Beispiele:

Wer z.B. mit dem Lüftergeräusch arge Probleme hat, sehr „luftempfindlich“ ist (trockene Luft), oder eine richtige „Strom-Mini-Heizung“ (auch als Handtuchwärmer) an der Wand montieren möchte, sollte sich in diese Richtung orientieren. Hier gibt es eine breite Palette an Möglichkeiten – allerdings sind sie alle teurer, schwerer und brauchen mehr Platz als normale Heizlüfter. Für uns ist Infrarot im Moment nicht relevant, deswegen konzentrieren wir uns hier auf die praktischen, normalen Heizlüfter. Wenn jemand mehr über die anderen Techniken wissen möchte, bitte einfach in den vorgenannten Artikeln stöbern.

Aber das nur nebenbei.

Das beste kleine zusätzliche Heizgerät, gerade fürs WoMo, ist ein schlichter Heizlüfter.

Heizlüfter gibt es in zwei Varianten:

a) Standard: hier ist die Wärmequelle ein Draht, der sich durch Strom erwärmt.

b) Keramik: statt Draht wird hier eine Keramik verwendet. Die ersten Geräte wurden im Bootszubehör populär. Daher schreibt das Magazin „boote“ auch: „… arbeitet mit (..,) PTC-Keramik, die verhindert, dass brennbares Material sich an den Heizplatten entzünden kann,weil diese Elemente unterhalb feuergefährlicher Temperaturen arbeiten. (…)

# Unterschiede ?

  • Sichtbar – keine. Der Unterschied liegt im Inneren: die Wärmeerzeugung geschieht per „Draht“ (noch Standard) oder eben per „Keramik“ (vermutlich künftiger Standard).
  • Für die Keramik-Erhitzung braucht man weniger Strom – bei gleicher Wärmeleistung.
  • Keramik-Heizlüfter gelten außerdem als sicherer und sind nur geringfügig teurer als die „normalen“ Heizlüfter. Diesen Preisunterschied wiederum kann man sehr schnell über die gesparten Stromkosten wieder auffangen.

Also: besser gleich die Keramikversion nehmen. Inzwischen gibt es schicke, handliche und leichte Geräte, für jede Raumgrösse und wirklich schon für kleines Geld.

Meine Favoriten (rein persönlich):

 

# Schnelle Variante

Wer so ein Heiz-Lüfterchen nur sehr selten braucht, ist bereits mit fast jedem normalen (= auch „nicht-Keramik“) Heizlüfter aus dem Supermarkt bereits für unter 15 Euro gut bedient.

So etwas hatten wir bei unserem ersten Test in Holland, und es hat wunderbar funktioniert. Unser Gerät gibt es so nicht mehr zu kaufen, aber das hier ist fast baugleich: https://www.real.de/product/316461830/

HEIZLÜFTER: Funktion

# Strom

Alle Heizlüfter benötigen Strom (230 V, also den normalen Landstrom). Wieviel, ist von der Leistungsstärke des Gerätes abhängig.

# 12 Volt ?

Ich habe noch kein Gerät gesehen, das den Raum schön warm macht und dabei für einen vertretbaren Preis direkt auf 12 Volt laufen würde. Will man das Gerät auf 12 Volt betreiben, kann man natürlich einen Wechselrichter benutzen,aber damit habe ich mich noch nicht weiter befasst, da wir den Heizlüfter nur im Stand benötigen. Ausserdem müsste man bei der Wattzahl der Geräte sehr gut aufpassen, dass man die Stromquelle nicht überreizt … nein, Heizlüfter für Räume sollte man besser auf normalem Landstrom betreiben. Wenn jemand hier etwas anderes weiß, freuen wir uns über Eure Rückmeldung!

# Und wie wird das warm ?

Bei allen Heizlüftern wird mit dem Strom das Wärme-Element erhitzt (Draht oder Keramik), und diese Wärme wird von einem Ventilator in den Raum geblasen. Darum „Heiz“+„Lüfter“.

Schaltet man die Heiz-Funktion ab (das geht bei fast allen Geräten), lässt sich der Heizlüfter somit im Sommer auch als Ventilator nutzen. Allerdings ist die Ventilatorleistung nicht überragend. Sie genügt wohl, um etwas warme Luft nach draussen zuscheuchen – aber viel mehr auch nicht.

Gut, aber es ging ja nicht um die Funktionen als Ventilator, sondern um die Heizung.

Heizlüfter: Features

Diese Features sollte man bei der Anschaffung für sich persönlich bewerten und berücksichtigen:

+++ Wattzahl (Stromverbrauch / Leistung)
Auch wenn auf den Stellplätzen der Strom „inklusive“ oder pauschal bezahlt ist –wie Wattzahl sollte beachtet werden. Man muss ja nicht mehr Strom verballern als nötig. Geräte unter 750 Watt sind sinnlos, alles drüber macht halt umso wärmer. Geeignet sind Geräte mit verschiedenen Watt-Stufen, z.B. 750 / 1000 /1500 Watt. Wenn man nicht gerade ein 12 Meter-Mobil fährt, reicht das absolut aus. Aber dann hat man sowieso ganz andere „Sorgen“ ;o)

+++ stufenlose Regelbarkeit
Kein Muss, aber nice to have, um exakt die persönliche Wärme einstellen zukönnen.

+++ Lautstärke
Es sind Heiz-Lüfter. Also mit Gebläse. Und das macht nunmal Geräusche. Uns ist das egal, aber wenn man die Wahl hat, sollte man ein möglichst leises Gerät nehmen.Wenn man SEHR empfindlich ist, sollte man sogar besser gar keinen Heizlüfter nehmen, sondern gleich einen Radiator / Infrarot-Heizung (siehe oben), die fast lautlos arbeiten.

+++ Thermostat
Auch kein „Muss“, aber es ist schon schön, wenn man eine bestimmte Temperatur vorwählen kann und das Gerät einfach konstant diesen Wert hält. Das spart auch Strom, denn wenn es bereits warm genug ist, wird die Heizstärke entsprechend runtergeregelt.

+++ Zeitschaltuhr
Auch ein „nice to have“ – so kann man ebenfalls den Stromverbrauch reduzieren bzw. den Verbrauch auf das Notwendigste beschränken. Für uns nicht wichtig. Sollten wir es je brauchen, dann würden wir eben eine normale Zeitschaltuhr an der Stromleiste anbringen.

Heizlüfter: Sicherheit

Bei Heizlüftern sind ausserdem die folgenden Sicherheitselemente Standard– dennoch sollte man (gerade bei „Schnäppchen“) darauf achten, dass diese vorhanden sind:

+++ Überhitzungsschutz:
meistens ein kleines Metallstück in der Nähe des Heizelements. Wird es zu warm,verbiegt es sich, so dass der Kontakt / Stromkreis unterbrochen ist und das Gerät abschaltet.

+++ Kippschutz /Bodensicherungsschalter:
ein Sicherheitsstift am Boden des Gerätes. Steht das Gerät auf ebener Fläche, ist der Stift eingedrückt, der Stromkreis geschlossen und das Gerät läuft. Verliert das Gerät die Bodenhaftung, z.B. wenn es schräg steht, hochgenommen wird oder umkippt, rutscht der Stift wieder raus, der Stromkreis ist unterbrochen und das Gerät geht sofort aus.

Hunde- (oder Kinder-) Sicherung

Kommen wir zurück zu der „Hundesicherung“, von der ich oben schon sprach:

Ich hatte ja Bedenken, dass die Hunde gegen die Geräte kommen und sich verbrennen. So kamen wir auf die Idee, das Heizgerät „aufzuhängen“ – das geht aber bei Heizlüftern nicht, denn der Sicherheits-Stift muss ja eingedrückt sein (= Bodenhaftung haben), sonst funktioniert das Gerät nicht. Natürlich könnte man diesen kleinen Stift mit einem Tape fixieren … aber das wäre ja widersinnig.

Nein, wir haben einfach einen anderen Aufstellort gefunden (Küchenzeile oder kleiner Hocker), und unsere Tests haben ergeben, dass die Hunde von ganz allein einen korrekten Bogen um das Gerät machen. Und sollte es umfallen, geht es ja automatisch aus – also alles kein Problem.

Ich hoffe, dass Euch dieser kleine Überblick weiterhilft. Wenn ja, freue ich mich wie Bolle über ein Like, einen Link oder ein freundliches Wort :o)

Happy Camping,
Fidelibus287

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