Innenausbau

(Für die Eiligen: Bilder sind unten, bitte scrollen)

Ich bin ja schon in einigen Gruppen vor Stolz geplatzt und hab die Innen-Bilder gezeigt. Nachdem wir es jahrelang geplant hatten, haben wir es vor 2-3 Jahren getan: fast komplett entkernt und alles an unsere eigenen Bedürfnisse angepasst.

Was wir wollten

Nach so vielen Jahren und Er-Fahrungen wussten wir sehr genau, was wir wollten. Der Plan:

  • Abends hinstellen, Sitze umdrehen, Front abdecken, Hundespaziergang, lecker Essen, Sonnenuntergang, (Hör-)Buch, Bett. Fertig. Und das mit so wenig Aufwand wie möglich.
  • Nach so vielen Jahren in 80er-Rustikal jetzt bitte etwas heller und freundlicher.
  • Das kleine Bad wurde sowie immer nur als Schrank genutzt, das brauchen wir nicht. Aber wir brauchen ein festes Bett. Also Bad raus, Bett rein. Ja, es tat körperlich weh, das Multitool anzusetzen und die Wand rauszuschneiden … aber am Ende war es eine gute Entscheidung. Zähneputzen geht auch an der Küchenzeile, und das Klo ist jetzt unter der Seitenbank versteckt. Das genügt uns völlig, da wir sowieso zum Nachladen des Elektro-Rollstuhls spätestens jede zweite Nacht mit “Landstrom”, also auf einem festen Platz stehen müssen.

Letztendlich ist genau das ja das Schöne beim Campen: Gestaltungsfreiheit, jede/r mit der Ausstattung, die persönlich passt. Und nach so vielen Jahren kennen wir unsere Bedürfnisse 😀

  • Randnotiz: Um das H-Kennzeichen nicht zu gefährden, haben wir vorher den TÜV-Fritzen gefragt: alles gut. Die “sichtbaren” Fahrzeugteile sollten einfach noch dem Original-Bild entsprechen, dann wären wir bei ihm immer auf der sicheren Seite. Aber das ist ein ganz großes, ganz anderes Thema. Wen es interessiert – wir haben an anderer Stelle einen eigenen Artikel dazu: H-Kennzeichen.

Also – auf ging’s ins Umbau-Abenteuer. Das “Sitze umdrehen” hatte ich ja hier bereits erledigt. Jetzt ging es ans Eingemachte: beide Sitzgruppen raus, Bad weg, Bett und neuer Schrank rein, Mittelsitzgruppe durch kleine Querbank und Koch-/Kaffee-Regal ersetzen, Heißluftgerät und Pad-Maschine fixieren (ich liebe Industrie-Klett), Klo unter der Querbank verstecken. Alles neu streichen, tapezieren und dekorieren. Blut, Schweiß, Tränen – ich schwör’s Euch.

Und JETZT ist es genau SO, wie wir es haben wollen und wir können voller Stolz einen Einblick ins Innere gewähren *breitgrins … et voila, alle Bilder sind zum Vergrößern anklickbar. Es ist nicht aufgeräumt, aber wann ist es das schon im Womo? 😉

Der Grundriss im Original – und nach dem Umbau:

Hymer 56 von 1987 innen – vorher (Original)

Hymer 56 von 1987 innen – nach dem Umbau

Was noch fehlt, ist eine endgültige Tisch-Lösung. Da arbeiten wir noch dran, bisher genügt uns ein klappbarer Tisch-Hocker, der bei der Fahrt im Alkoven verstaut wird. Apropos Alkoven (also der Bereich über den jetzt drehbaren Sitzen): den brauchen wir nicht mehr als Bett, also sind dort zwei zusätzliche Kühltruhen installiert. Links und rechts passt perfekt noch die Ausstattung für “draußen” rein: also Tisch, Stühle, Pavillon, sowie das leichte Vorzelt. Damit beim Packen nicht die Alkovenfenster beschädigt werden, haben wir von innen ganz leichte Dämm-Matten davor gelegt.

Umbau-Bilder

Durch einige Irrungen und Wirrungen hatte der Wagen einige Zeit rumgestanden, und als ich anfing, sah es daher so aus:

Während der Umbauten war es dann mal so …

… und jetzt – tadaaaa:

Damit sind wir 2019 fast das ganze Jahr unterwegs gewesen, hier in der Umgebung, dann an der Ostsee und zweimal auf Texel bzw. quer durch die Niederlande. Und wir sind begeistert, alles passt genau SO, wie wir es haben wollten. Von außen sieht man dem Dicken die Luxus-Austattung gar nicht an, macht auch nix, Hauptsache wir wissen, was wir an ihm haben 🙂

2020 hat ja “dank” Corona nicht stattgefunden, wir waren nur einmal kurz auf Familienbesuch in Schleswig-Holstein.

Jetzt hoffen wir auf 2021!

Allzeit gute Fahrt!

 

 

 

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